Geschichte

Ich, Christoph Leonard Rieger wurde am 02.08.1960 in Hohenstadt/Ostalbkreis Baden Württemberg als fünftes Kind geboren. Die Eltern Irmgard und Paul Rieger bewirtschafteten dort einen Gutshof.

1964 zogen meine Eltern und wir Kinder nach Schwäbisch – Gmünd um. Dort verbrachte ich auch meine Schulzeit besuchte die Grundschule und später das Parler Gymnasium bis zur 10. Klasse.

Mit 17 Jahren entschloss ich mich eine Schreinerlehre zu beginnen. Das erste Jahr als Berufsgrundschuljahr in Göppingen, die beiden weiteren Jahre in der Schreinerei und Glaserei Zimmermann. Die Gesellenprüfung bestand ich mit Belobigung und als Innungsbester.

Meine Gesellenzeit war von einer gewissen Unrast und Begierde neues zu entdecken geprägt. Zuerst noch im Lehrbetrieb weitere Stationen waren Trier, Oberammergau, Garmisch-Partenkirchen, und zuletzt Nickenich bei Andernach. Zwischen den einzelnen Arbeitsverhältnissen reiste ich durch Italien, Peru, Bolivien, Kanada, Alaska, Indien und Ladakh.

Als ich mich für die Selbstständigkeit entschloss war ich 27 Jahre alt und voller Ideen und Idealismus. Ich mietete einen alten Pferdestall in einer ehemaligen Schiefergrube nahe Mayen und richtete dort meine Schreinerei ein. Nebenher besuchte ich in Mayen in Abendkursen die Meisterausbildung welche ich 1988 erfolgreich bestand.

Nachdem ich Maschinen und Vorräte angeschafft hatte, war leider kaum Geld für Werbung oder Marketing vorhanden. Eine willkommene Darstellung für mein Können waren Kunsthandwerkermärkte welche gerade in dieser Zeit sich etablierten. Ich stellte mir selbst immer wieder neue Aufgaben losgelöst von irgendwelchen Kundenwünschen. Diese Arbeiten prägten meinen Stil und ließen mich neues ausprobieren. Zu dieser Zeit war ich jahrelang Aussteller beim Europamarkt der Kunsthandwerker in Aachen, Beteiligung am Gemeinschaftstand deutsches Kunsthandwerk in Paris, Kunsthandwerkermarkt Plaidt, Koblenz, Mayen und dem Flachsmarkt in Krefeld. Sehr viele der Kunden waren in dieser Zeit offen für oftmals auch mutige Möblierungen ihrer Wohnung. Leider stand jedoch die Anzahl der Kundenkontakte zunehmend nicht mehr im Verhältnis zum Aufwand für die Märkte, es mussten neue Lösungen her.

Mit der Jahrtausendwende wandelte sich mein Leben nochmals ich heiratete meine Lebensgefährtin Hilla sie brachte unseren Matthias mit in die Ehe. Es wurde unsere Tochter Clara Katharina geboren. Zu guter Letzt wagten wir in diesem Jahr den Spatenstich für eine neue Werkstatt mit Ausstellung in Kaisersesch. Im Frühjahr 2001 war dann die Einweihung der neuen Werkstatt. Um die Kosten zu tragen mussten auch hinsichtlich des Marketings zusätzlich neue Wege gewagt werden. Neben der ganz gut funktionierenden Mund zu Mund Propaganda beteiligte ich mich zunehmend an Ausschreibungen. Leider stellte ich fest dass manchmal Baumärkte mit Subunternehmen günstiger waren wie wir. Das ärgerte mich denn es waren Schreinerarbeiten ausgeschrieben und diese sollen auch vom Schreiner erledigt werden. Ich muss bestimmte Dinge direkt bei der Industrie einkaufen um hier preislich mithalten zu können. Da die Industrie oft nicht den Schreiner direkt beliefert, sondern nur den Fachhandel erweiterte ich meinen Betrieb um den Holzfachmarkt. Beim Beispiel Innentüren lässt sich dies eindrucksvoll darstellen. Ohne Ausstellung und Direkteinkauf lag die Anzahl der Türen bei ca. 15-20 Stück danach bei ca. 250 Stück pro Jahr.

Mit der Beteiligung an Ausschreibungen kamen auch zunehmend Architektenkontakte zustande mit vielen arbeiten wir seit Jahren gut zusammen. Sie sichern uns eine solide Grundauslastung. Sehr reizvoll und wichtig sind für mich jedoch nach wie vor immer wieder neue Herausforderungen im Möbelbereich welche mich fordern und neues ausprobieren lassen.

Mein Marketing ist relativ einfach jedoch glücklicherweise meist von Erfolg gekrönt. Ich versuche jeden Kunden oder Interessent zu mir in meine Ausstellung einzuladen. Dort erwarten die Kunden individuelle Möbel, Türen Muster eine Photogalerie und vieles mehr .Die Ausstellung verschafft uns ohne Worte Vertrauen und Kompetenz. Eine Bildergalerie auf unserer Homepage vervollständigt das Bild nach Außen. Regelmäßige Werbung und Berichte runden die Imagebildung ab.

Seit meiner Meisterprüfung bilde ich fortwährend meist zwei Auszubildende aus um dies schöne Handwerk weiterzuvermitteln. Ich bin stolz das meine Auszubildenden zunehmend Gute Platzierungen bei dem Lehrlingswettbewerb des Landesfachverbands und Beteiligungen beim Wettbewerb „ die gute Form „ erreichen. Die Handwerkskammer Koblenz ehrte dies auch 2006 mit der silbernen Ehrennadel.

Ich wurde 2002 als Beisitzer in den Vorstand der Tischlerinnung Mayen gewählt. In dieser Zeit arbeitete ich auch im Kernausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des Landesfachverbands mit. Von 2005 an organisiere ich jährlich Fortbildungen für meine Schreinerkollegen. Mein Ziel hierbei ist eine Stärkung von unserem Tischlerhandwerk im täglichen Wettbewerb. Im Frühjahr 2007 wurde ich zum Obermeister der Tischlerinnung Mayen gewählt und vertrete ich das Tischlerhandwerk auch im Vorstand der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein.

Im Mai 2010 wurde ich nach erfolgreicher Fortbildung zum Sachverständigen des Tischlerhandwerks der Handwerkskammer Koblenz bestellt.

Unter dem Motto aus „Alt mach Neu“ erreichte ein Team der Schreinerei Rieger beim landesweiten Schülerwettbewerb „Selbstgetischlert“ im Januar 2014 den ersten Platz.

Seit über 25 Jahren

Seit über 25 Jahren bauen wir mit Leidenschaft alles aus Holz und bilden neue Schreiner aus.